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13. April 2021: ein gutes Wort: Ramadan Mubarak - gesegneter Ramadan!

13. April 2021: ein gutes Wort: Ramadan Mubarak - gesegneter Ramadan!


# Berichte
Veröffentlicht von Marc Blessing am Dienstag, 13. April 2021, 23:16 Uhr

Wort für den Tag (aus dem Koran)

"Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein."


Impuls - von Marc Blessing

"Ramadan Mubarak", einen gesegneten Ramadan, wünschen wir heute unseren muslimischen Geschwistern hier in Genf und weltweit. Schon heute vormittag sandte der Vorsitzende der plateforme interreligieuse Eric Ackermann von der jüdischen Gemeinde die Segenswünsche an alle muslimischen Brüder und Schwestern. Und sogleich erklang das vielstimmige Echo aus den verschiedenen Gemeinschaften: Gesegneter Ramadan! 


Heute hat mit dem Sonnenuntergang für die gläubigen Muslime eine dreißig-tägige Fastenzeit begonnen, die bis zum 12. Mai andauert. Essen, Trinken und Rauchen sowie Geschlechtsverkehr sind zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht gestattet. Vor Sonnenaufgang ist eine leichte Mahlzeit (Sahur) erlaubt. Nach Sonnenuntergang wird dann normalerweise im Familien- oder Freundeskreis gegessen. Das ist dieses Jahr Corona-bedingt nur beschränkt möglich. Ausnahmen gibt es auch: Schwangere, stillende Mütter oder Kinder müssen nicht fasten. Wer krank oder auf Reisen ist, soll die Fastentage später nachholen. Paare dürfen sich zwar berühren und küssen. Mehr ist aber nicht erlaubt. Gläubige Muslime beten mindestens fünfmal am Tag die Pflichtgebete Fadschr (Morgendämmerung), Duhur (Mittag), Assr (Nachmittag), Maghreb (Sonnenuntergang) und Ischaa (Abend). 


Der Ramadan erinnert an die erste Offenbarung des Koran. Er ist der Monat der Nächstenliebe und der guten Taten. Das Fasten symbolisiert die Verbundenheit der Gläubigen mit ihrem Schöpfer. Es bedeutet wie im Christentum und Judentum Rückbesinnung auf Gott, Reinigung und Neuanfang für Leib und Seele mit dem Ziel und dem Wunsch: "Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein."


Der Ramadan endet mit dem Fastenbrechen, dem sogenannten Zuckerfest, das je nach Land zwei bis drei Tage dauert. Mit dem Zuckerfest danken die Muslime Allah für die Kraft zum Fasten und bitten darum, ihre Gebete und ihre Mühen mögen angenommen werden. Außerdem bitten sie Allah um Vergebung für die Verstöße gegen das Fastengebot. 


Der Ramadan verschiebt sich jedes Jahr um zehn bis elf Tage und durchläuft allmählich die Jahreszeiten. 


Während der Fastenzeit wünschen sich die Muslime gegenseitig und wir ihnen für die nächsten 30 Tage "Ramadan Kareem", d.h. "habt einen großzügigen Ramadan" oder "Ramadan Mubarak", "gesegneter Ramadan".