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Ostern 2021: ein gutes Wort: Jesus Christus sprich: Ich lebe, und ihr sollt auch leben.

Ostern 2021: ein gutes Wort: Jesus Christus sprich: Ich lebe, und ihr sollt auch leben.


# Berichte
Veröffentlicht von Marc Blessing am Samstag, 3. April 2021, 17:06 Uhr

Wort für den Tag

Christus spricht: Ich lebe, und ihr sollt auch leben. 


Strophe für den Tag

Kyrie eleison, sieh wohin wir gehn, 

ruf uns aus den Toten, lass uns auferstehn. 


Impuls - von Marc Blessing

Liebe Freundinnen und Freunde,

es gibt Momente, da verdichtet sich die Zeit. Da fallen Vergangenheit, Zukunft und Gegenwart in eins. Das Ewige vergegenwärtigt sich im Zeitlichen. Und das Sterbliche wird ins Unsterbliche verwandelt. Die Bibel bezeichnet solch einen Moment als "Kairos", als göttlichen Augenblick. 


Karfreitag und Ostern sind die beiden elliptischen Punkte jenes Kairos, in dem Gott in Jesus Christus seine Leidenschaft und Liebe zu seinen Menschen gezeigt hat. In der Tiefe des endlichen Lebens hat er am Kreuz erlitten, was Mensch und Schöpfung in unzähligen Variationen täglich erleiden. Und in der völligen Kenosis, im völligen Verzicht darauf, selbst noch etwas zu sein oder zu schaffen, wirft sich Jesus seinem himmlischen Vater ganz in die Arme: "In deine Hände befehle ich meinen Geist." 


Was vor den Augen der Welt eine Niederlage, der Tod Gottes selbst war, ist aus der Rückschau den Gläubigen zum Sieg des Lebens geworden: Ostern. Das Fest der Auferstehung und die Entmachtung des Todes. Das war ein Wunder vor unseren Augen, denn es entzieht sich aller wissenschaftlichen oder historischen Nachprüfbarkeit. Wie gut, dass wir mit unserem schwachen und ungläubigen Glauben nicht für dieses Wunder einstehen müssen. Dafür haben wir die alte immer neue Erzählung vom Ostermorgen, vom Schrecken und von der Freude der Frauen, die am leeren Grab dem Engel begegnen, der ihnen sagt: Fürchtet euch nicht! Der, den ihr sucht, lebt; er ist auferstanden wie er gesagt hat.  


Die Geschichte von der Rettung des Lebens teilen wir als Hoffnungsgeschichte mit unseren Toten und allen Leidenden und glauben für sie und mit ihnen. Man kann für die Menschen, die man liebt, glauben, dass die Geschichte wahr ist. Man kann es für die glauben, deren Leben sinnlos beendet wurde. Und man kann es für die glauben, die mit ihrem Leben hadern. Sie alle brauchen es, dass wir für sie glauben. Wir brauchen es, dass andere für uns glauben. 


So wird der Ostermorgen zum Hoffnungsfest für alle, die sich nicht abfinden mit der anmaßenden Machtergreifung des Todes über unser Leben, wie wir es gegenwärtig millionenfach erleben. Und wir wagen, schon jetzt mit Christus aufzustehen für diese Erde, in der noch nicht alle zum Leben gefunden haben. Jesus sagt: Ich lebe, und ihr sollt auch leben. Das ist meine Hoffnung und mein Osterglaube, der mich einstimmen lässt in den Gesang der Freude am Übergang von der Stille des Ostersamstages zur Freude des Ostermorgens: Kyrie eleison, sieh wohin wir gehn, ruf uns aus den Toten lass uns auferstehn!


Ich wünsche Ihnen mit dem Licht der unter- und wieder aufgehenden Sonne gesegnete und frohe Ostern!


Ihr Marc Blessing


P.S. Den Ostergottesdienst übertragen wir morgen um 9.30 Uhr zu Ihnen nach Hause als live-stream. Er wird musikalisch mit gestaltet vom Posaunenchor sowie einem jugendlichen Vierhand-Duo am Klavier. Den link dazu verschicken wir wie gewohnt gegen 9.15 Uhr. Wenn Sie mögen, bereiten Sie zu Hause ein Stück Brot und einen Becher mit Traubensaft oder Wein vor, so können wir uns in der Feier des Abendmahls mit einander verbinden. 

Das Liedblatt für den Gottesdienst finden Sie schon hier zum durchschmökern oder ansingen: 21-04-21.Ostergottesdienst.Liedblatt.docx