Donnerstag, 4. Juni: ein gutes Wort für den Tag: Lebensmut

Donnerstag, 4. Juni: ein gutes Wort für den Tag: Lebensmut


# Berichte
Veröffentlicht von Marc Blessing am Mittwoch, 3. Juni 2020, 17:50 Uhr
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Donnerstag, 4. Juni 2020: ein gutes Wort für den Tag: Lebensmut!

Lied

Da wohnt ein Sehnen tief in uns

https://www.youtube.com/watch?v=VJ9u0JLPaDk

Musik und Text zum Mitsingen und Mitbeten

 

Nach Jesaja 40  (H.D.Hüsch)

Ich will euch den Segen geben,

für eure Tag- und Nachtzeiten,

für eure Lebenszeiten von Anfang bis Ende

auf all euren Wegen:

Die verdorrten Seelen

Sollen wieder leben,

die vertrockneten Herzen

sollen wieder schlagen.

Die müden Füsse

werden Wege des Friedens gehen,

und die kraftlosen Hände

werden Gutes tun

und die Güte Gottes austeilen.

Der Segen Abrahams und Sarahs

wird sich vermehren

und die Geknickten wieder aufrichten,

die Geschundenen werden wieder heil,

die Geknechteten sind frei.

Und ihr, die ihr das hört und erfahrt,

werdet  zu Segensträgern.

Ihr werdet die Gerechtigkeit aufblühen lassen

zum Schutz des Friedens

und Gottes Schöpfung-

denn ihr selber steht

unter Gottes Schutz.

Er lege seine Hände um Euch

und ihr seid geborgen-

Ein Leben lang

 

Impuls: Lebensmut - von Dagmar Magold

Nach Wochen des strikten confinement bei uns in Frankreich atmen wir wieder auf. Die 2. Phase des déconfinement hat heute begonnen, am Tag, an dem ich diesen Impuls schreibe.

Die Totenstille der vergangenen Wochen auf den Strassen und auch am Himmel ist nun einer vorsichtigen Geschäftigkeit gewichen. Am Himmel höre ich dann und wann ein Flugzeug und schaue, ob es von Genf aus startet oder ob es in Genf landen wird. Noch kann ich sie an einer Hand abzählen. Der Verkehr auf den Strassen ist da schon wieder deutlicher zu spüren. So langsam kommt Leben und Bewegung auch in unseren Tagesablauf. Ich gehe nun öfter aus dem Haus, um einzukaufen, einfach um das Leben um mich herum wieder zu erleben, so als müsste ich mich vergewissern, dass es wirklich weitergeht. Kleine Ausflüge mit dem Motorrad sind jetzt möglich und so langsam sieht man auch wieder Menschen auf den Strassen und Plätzen. Und es ist uns wieder gestattet, (wenige) Freunde nicht nur virtuell über zoom zu treffen, sondern ganz real, zwar mit Abstandseinhaltung und Hygienevorschriften, aber immerhin. Das tut so gut, fühlt es sich doch an wie Aufwachen nach einer langen bleiernen Zeit, die wie eingefroren schien.

„Die verdorrten Seelen sollen wieder leben, die vertrockneten Herzen sollen wieder schlagen.

Die müden Füsse werden Wege des Friedens gehen, und die kraftlosen Hände werden Gutes tun und die Güte Gottes austeilen.“

Die Worte aus Jesaja 40 drücken es aus: Gott will, dass wir leben, dass wir uns spüren, dass wir Gemeinschaft erleben, dass unsere verängstigten Herzen frei werden, auch frei werden von der Angst, die das Virus immer noch verursacht, und wir wieder in die Lage versetzt werden, Gutes zu tun und Gottes Güte auszuteilen.

Das ist tröstlich und das gibt mir Kraft und Mut und ich sehe voller Hoffnung in die Zukunft und denke mir: Mit Gottes Hilfe wird es weitergehen, aufwärtsgehen, werden wir die Krise bewältigen.

Es wird sicherlich kein Spaziergang werden und es erfordert unser aller Anstrengung und Solidarität, keine Frage. Aber unter Gottes Schutz werden wir Bot*innen seiner Gerechtigkeit und Friedensträger*innen sein. Das ist Zusage und Bestimmung für uns Christenmenschen.

Gerade ist Pfingsten vorbei und ich möchte Sie ermutigen, mit der Kraft des Geistes Gottes zuversichtlich und fröhlich und dankbar das Leben nach Corona (und vielleicht auch mit Corona) zu leben und zu feiern.

 

Gebet

Die Nacht ist die Decke deines Friedens,

der Rhythmus deiner Ruhe für alle Menschen.

Die Nacht ist der Mantel deiner Freundlichkeit, Gott,

die Wärme deiner schützenden Hand rings um die Erde.

In ihrer Dunkelheit liegen die Zeichen der Ewigkeit verborgen,

die Beständigkeit deiner lebendigen Liebe.

Voller Vertrauen auf dich gehen wir schlafen und überlassen dir diesen Tag.

Im Vertrauen auf dich legen wir die Sorgen dieses Tages in deine Hände.

In unserem Schlaf sei du unser Begleiter.

In unserem Erwachen sei du das Geschenk des neuen Tages.

Alles, was uns bewegt, bringen wir vor dich: Stille

Wir beten zu Gott, in dem wir Ruhe und Trost finden,

mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat:

Vater unser

 

EG 699: Oculi nostri ad dominum deum

   Oculi nostri ad dominum nostrum

 

Bleiben Sie gesund und behütet.

 

Ihre Dagmar Magold