Samstag, 21. März 2020: ein gutes Wort für jeden Tag: Umgang mit komplexen Herausforderungen

Samstag, 21. März 2020: ein gutes Wort für jeden Tag: Umgang mit komplexen Herausforderungen


# Berichte
Veröffentlicht von Marc Blessing am Samstag, 21. März 2020, 16:55 Uhr

Samstag, 21. März 2020: Umgang mit komplexen Herausforderung


Biblisches Wort

Die den Herren lieben sollen sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht. Richter 5, 31


Nach Psalm 108

Wisch dir den Schlaf aus den Augen, 

wir wollen die Sonne wecken. 

Wacht auf meine Gedanken, hört auf zu träumen, 

der Tag beginnt mit dem neuen Leben. 

Ich will dich, Herr, vor den Menschen preisen

und deinen Namen groß an den Himmel schreiben. 

Ich will deine Güte bekannt machen

bis an die Enden der Erde.

Erhebe dich Herr, über die ganze Welt, 

dein Glanz erfülle die große Erde. 

Es sollen gerettet werden, die du liebst, 

es soll denen geholfen werden, die du in dein Herz geschlossen hast.

So spricht Gott, unser Herr: 

Ich will euch heilig sprechen, wenn ihr zusammenkommt

und Frieden schließt mit allen Völkern dieser Erde. 

Mit Gott werden wir großes vollbringen; 

Auf dem Weg des Friedens werden wir die Hindernisse unter unsere Füße treten. 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.


Lied: Hell strahlt die Sonne

1. Hell strahlt die Sonne, der Tag ist erwacht, und die Vögel, sie singen so fröhlich nach der Nacht. Licht leuchtet auf und durchflutet die Welt, die Natur spiegelt Glanz, und das Dunkel ist erhellt.

Refrain: Herr, ich lobe dich, denn du erwärmst auch mich. Dein Licht ist für mich da. Halleluja.


3. Ob ich Gott fühle und spür' seine Kraft oder fehlt mir der Mut, und die Kraft in mir erschlafft: Gott ist bei mir, auch wenn ich ihn nicht seh', wenn die Freude mir fehlt, ich durch Dunkelheiten geh'.

Refrain: Herr, ich lobe dich, denn du erwärmst auch mich. Dein Licht ist für mich da. Halleluja.


Impuls

Jonglieren

Heute erreicht mich ein wunderbar humorvolles Video über den Umgang mit komplexen Herausforderungen. Sehenswert!  

Video: Umgang mit komplexen Herausforderungen.mp4 (zum Runterladen)

https://www.youtube.com/watch?...(zum Ansehen)


Haben wir in diesen Tagen nicht besonders das Gefühl, viele, zu viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten zu müssen? 

Und das auf kleinstem Raum? 


Homeschooling, home-office, home-cooking, home-yoga, home-parenting, home-Partnerschaft, home-you-name-it, alles spielt sich zu Hause ab. Home-juggling. 

Die Schulen sind dicht, Bars und Restaurants geschlossen, Sport- und Schwimmhallen gesperrt.

Puh!

Ein Lob auf die Playstation!


Es kommt mir fast merkwürdig vor, aber ich bin froh, dass Morgen Samstag ist und ich nicht die Arbeitsblätter, Lernkontrollen, Wochenpläne und Lösungszettel ausdrucken muss, die die Schule uns geschickt hat. 


Ich selbst habe mich diese Woche digital up-gedated, wie das auf Neudeutsch heißt:  

Ich habe einen youtube-Kanal eröffnet fürs Live streaming am Sonntag - funktioniert nach Stunden natürlich immer noch nicht. Keine Ahnung warum. 

Ich habe Zoom gestartet und das erste digitale meeting mit der Familie gehabt - jeder aus seinem Zimmer. Hat funktioniert! 

Wir haben in der Kirche für Sonntag getestet, Ton- und Bildqualität - unter Berücksichtigung des nötigen Abstands. Zum Glück gibt es in der Englisch-sprachigen Gemeinde verständige Leute, die mir helfen, am Sonntag einen link auf unsere Homepage zu stellen (ab 9.00 Uhr), sodass ab 9.30 Uhr die Übertragung auf die heimischen Computer und ipads starten kann.  

Inhaltlich habe ich noch nichts für Sonntag gemacht. Ruhe bewahren!

Weiter jonglieren. 


Und dann haben wir die nicht vergessen, die noch völlig analog unterwegs sind. Also haben wir - Danke an die drei tollen Helferinnen! - heute nicht nur den neuen April/Mai-Gemeindeboten (mit lauter Terminen, die jetzt annulliert sind), sondern auch an die fünfzig Briefe mit Adressen versehen, eingetütet und zur Post gebracht. 


Wie viele Bälle kann man gleichzeitig in der Luft halten, ohne kirre zu werden? Ich - alter Fußballer - maximal EINEN. 


Da tut es mir gut, dass ich so viele freundliche und ermutigende Rückmeldungen erhalte. Und kleine und große Hilfen. Vielen Dank dafür! Heute war sogar ein Kuchen von Hautlé (sehr leckerer Bäcker am Bourg-de-Four) dabei. Balsam für Seele und Leib. 


Und am Abend erreicht mich dann - genau richtig, um zur Ruhe zu kommen -  noch ein Link zu einem wunderschönen Horn-Ensemble vom Isländischen Symphonie-Orchester mit einem alten isländischen Kirchenlied (hier klicken) https://www.facebook.com/IcelandSymphony/videos/206700977252693/?vh=e&d=n. Ruhig und getragen. Ich schließe die Augen. Lasse den Tag Revue passieren. In allem Schweren, das um uns herum passiert, sind wir getragen.


Die den Herren lieben, sollen sein wie die Sonne, die aufgeht in ihrer Pracht. Für mich ging heute über den Tag mehrfach die Sonne auf, sogar noch am Abend! 


Liebe Leserinnen und Leser, liebe Freundinnen und Freunde, habt Dank für Eure Gebete, Eure Gedanken, Eure Solidarität und Eure Liebe. 


Bleibt behütet!

Euer Marc Blessing

 

Credo

Ich glaube an Gott, hört ihr, 

dass er ein Künstler ist, ein Erfinder: 

Unbegrenzt sind seine Ideen. 

Alles ist neu, was er macht, und aus erster Hand. 

Schön ist es, vielgestaltig und aller Bewunderung würdig. 

Der unendliche Kosmos, die Ordnung der Sterne, das ist ein Plan. 

Wolken denkt er sich aus und die Morgenröte, 

die Berge ließ er entstehn, 

Und sieh diesen Baum: Jeder Zweig, jedes Blatt ist seine Erfindung, und ebenso formt er Eidechsen, Fische und Schmetterlinge.

Er gleicht nicht dem Bild, das ihr euch zurechtdenkt, 

euren Begriffen und Definitionen. 

So wie ihr ihn beschreibt, hätte er niemals so eine Welt voller Wunder erschaffen. 

Und kaum mehr als eine Sorte von Menschen: Alle kämen sie mit genormten Köpfen daher und denselben Nasen. 

Nie und nimmer gäbe es dieses seltsame Durcheinander von Dichtern, Schönheitsköniginnen, Kellnern und Kirchenvätern, von Steuerprüfern, Rockfans und Radrennfahrern, dazu noch die Großmütter und Musikanten.

Etwas von allem muss in ihm sein. Er ist ein Hirte, glaubt mir, ein Liebhaber, Vater und Mutter, ein Kinderspiel. Einer, der zaubern kann und verzaubern, er ist ein großer Indianer. 

Geheimnis lautet sein Name, und immer der Andere, hoch über allem, was ist, und allem voraus, der Anfang, der Atem, der alles hervorbringt, und seine Kraft ist spürbar in allem. Er wirkt die Vollendung, nach der wir uns sehnen. 

Im Sturmwind und Feuer, so ist er erschienen, er wohnt in der Wolke, im Wort, in der Stille. Er sät seine Hoffnung unter den Armen. Im Herzen der Liebenden ist er, inmitten der Welt, und gepriesen sei sein herrlicher Name. 

(Lothar Zenetti)