Mittwoch, 18. März 2020: Ein gutes Wort für jeden Tag: Rufe mich an in der Not!

Mittwoch, 18. März 2020: Ein gutes Wort für jeden Tag: Rufe mich an in der Not!


# Berichte
Veröffentlicht von Marc Blessing am Mittwoch, 18. März 2020, 17:03 Uhr

Bibelwort für den Tag

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, Psalm 50,15


Liedstrophe

Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte, Weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte? Schick mir ein Fax, und 'ne E-mail gleich dahinter, Ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter. (wise guys) - zum Nachhören hier klicken: 

https://www.youtube.com/watch?...

 

Gebet

Mein Herr und mein Gott, 

nimm von mir, was mich trennt von dir. 

Mein Herr und mein Gott, 

gib mir, was mich führt zu dir. 

Mein Herr und mein Gott, 

nimm mich mir 

und gib mich ganz zu eigen dir. 


Liedvorschlag

EG 423: Herr, höre, Herr, erhöre

1. Herr, höre, Herr, erhöre,
breit deines Namens Ehre
an allen Orten aus;
behüte alle Stände 
durch deiner Allmacht Hände,
schütz Kirche, Obrigkeit und Haus. 


7. Die Hungrigen erquicke 
und bringe die zurücke,
die sonst verirret sein.
Die Witwen und die Waisen
wollst du mit Troste speisen,
wenn sie zu dir um Hilfe schrein.


8. Sei allen Kindern Vater,
den Müttern sei Berater,
den Kleinen gib Gedeihn;
und ziehe unsre Jugend
zur Frömmigkeit und Tugend,
dass sich die Eltern ihrer freun.

9. Komm als ein Arzt der Kranken,
und die im Glauben wanken,
lass nicht zugrunde gehn.
Die Alten heb und trage,
auf dass sie ihr Plage 
geduldig mögen überstehn.

10. Bleib der Verfolgten Stütze,
die Reisenden beschütze,
die Sterbenden begleit
mit deinen Engelscharen,
dass sie in Frieden fahren 
zur ewgen Ruh und Herrlichkeit.
 


Impuls

Rufe mich an in der Not! Psalm 50,15

Gestern die Nachricht aus Frankreich: 

Alle Geschäfte ab 12.00 Uhr geschlossen. 

Und Ausgehverbot. 

Die Grenzen in Europa sind dicht. 

Beunruhigte Telefonate mit den Kindern: 

Kannst Du früher kommen? 

Umbuchen? Die Hotlines sind überlastet. 


Am Morgen trifft unser Ältester gerade noch aus Berlin ein, bevor sie am Nachmittag die Grenzkontrollen hochziehen.  

Unsere Tochter war am Sonntag mit der vorletzten Maschine aus Seattle raus gekommen. 

Unseren Dritten hat man trotz Corona-Verdacht in seinem Internat in Deutschland nach Hause entlassen. Er ist gesund! Gerettet - denke ich. Alle sieben zu Hause und vorläufig in Sicherheit. 

Anders als bei unseren französischen Nachbarn verzichtet die Schweiz darauf, eine allgemeine Ausgehsperre zu verhängen. 


Noch kann ich morgens meine Runde am See laufen. 

Noch dürfen die Kinder auf die Spielplätze und zum Basketballspielen. 

Noch können wir raus auf die Straße und notwendige Einkäufe tätigen. 

Und wir haben das Telefon. Rufe mich an in der Not. 


Am Bateau Genève erhalten die Obdachlosen weiter ihr kostenloses Frühstück - wenn auch unter erhöhten Hygienemaßnahmen. 

Für sie gibt es keine Notfallpläne. 

Zuhause bleiben? Wenn man kein Zuhause hat! Wie soll das gehen? 

Betteln? Wenn die Straßen leer sind? 

Am Bateau wird die Versorgung der Menschen ohne Papiere und ohne Obdach aufrecht erhalten. 

Die Freiwilligen nehmen das Risiko Kontakts auf sich, damit andere nicht hungern müssen.  

Ein Zeichen der Menschlichkeit. Rufe mich an in der Not


Rufe mich an in der Not.  

Eine Aufforderung zum Gebet. 

In diesen verrückten Zeiten aber auch eine Aufforderung, in Kontakt zu bleiben - mit Gott und untereinander. 

Um Hilfe zu bitten und Hilfe anzunehmen.


Und dann bekomme ich gestern das Angebot von drei jungen Frauen: Wir können einkaufen, wenn das jemand zu gefährlich ist oder weil er oder sie zur gefährdeten Gruppe gehört. 

Ruft uns einfach an - wir rufen zurück. Wir kaufen ein und stellen Euch die Sachen vor die Tür. 

Toll, denke ich. Eine sehr gute Idee. Also: Nur Mut!

Rufe mich an in der Not: 022-3104187. Ich vermittle Sie dann weiter.  


Rufe mich an in der Not!

So sagt es der Beter/die Beterin des Psalms: 

Du darfst zu Gott rufen, wenn Du in Not bist. 

Es ist geradezu eine Aufforderung  - 

wenn Du in Bedrängnis bist oder einsam, erinnere dich an mich, 

wie du dich an gute Freunde erinnerst, 

an verlässliche Partner. 

Wenn Mutlosigkeit aufkommt - ich, Gott, bin zur Stelle und höre dich. 


Das versteht nur, wer es ausprobiert. 

Oft mit ganz anderem Ausweg als erwartet. 

Aber das lernen wir ja gerade in diesen unsicheren Zeiten. 

Andere Auswege, neue Möglichkeiten für einander da zu sein. Kreativität. 

Da kommt der Dank auf:  

Du bist da, mein Gott,  

ich sehe mit Zuversicht in diesen Tag. 


Rufe mich an in der Not - so will ich dich erretten. Psalm 50, 15


Ihr Marc Blessing


Liedvorschlag 2: Ruf doch mal an, Wise guys: 

hier mit einem Klick hier zum Nachhören: 

https://www.youtube.com/watch?... Ruf doch mal an, oder schreib mir 'ne Karte, Weißt du nicht, wie sehr ich auf ein Lebenszeichen warte? Schick mir ein Fax, und 'ne E-mail gleich dahinter, Ich bin voll erreichbar, Frühling, Sommer, Herbst und Winter.


Ruf doch mal an, ich sag' es dir ganz deutlich, Ist es auch ein Ferngespräch, die Telekom, die freut sich! Ein Foto, das in meiner Schublade lag: Du und ich mit achtzehn, ein sonniger Tag. Wir würden uns bald wiederseh'n, das ham wir geglaubt... Das Foto ist inzwischen ziemlich angestaubt.

Wieviel Jahre ist das her? Ich glaub es sind sieben! Du zogst in die Welt hinaus, und ich bin geblieben. Ich hab dich fast vergessen, dann hab ich dich vermißt, Jetzt will ich wissen, was aus dir geworden ist!


Refrain


Wir haben schon im Kindergarten Doktor gespielt Und mit einem Schneeball auf den Nachbarn gezielt. Später in der Schule: Ein Herz und eine Seele; Ich würd' gern wissen, ob ich dir ein klein wenig fehle. Wir waren grundverschieden, doch das hat uns nie gestört, Leider hast du meine Liebe nie ganz erhört. "Gegensätze zieh'n sich an", das ist nicht gelogen, Doch ich hätt' dich ganz gerne auch mal ausgezogen...


Refrain


Wiedervereinigung - das wäre mein Plan. Du und ich - das wird vielleicht ein Fortsetzungsroman. Alte Liebe rostet nicht, das weißt du doch auch... Du zauberst mir ein Kribbeln in den Bauch!


Refrain